Die Gasmotorenfabrik, das Gebäude 9 und der Kunst- und Gewerbehof sind vorerst gerettet

In einem Schlussspurt kurz vor den Kommunalwahlen ist es uns gelungen, die Öffentlichkeit, den Stadtentwicklungsausschuss, das Stadtplanungsamt und den Investor auf das bauliche und kreative Potential, das hier ansässig ist, aufmerksam zu machen. Wie es dazu kommen konnte, dass der Abriss so interessanter und intensiv genutzter Gebäude überhaupt zur Debatte stand, ließ sich nicht eindeutig rekonstruieren. Nach der Online-Petition für das Gebäude 9 mit über 16.000 Unterschriften, intensiven Gesprächen mit dem Eigentümer, dem Investor und der Politik und nicht zuletzt nach gründlichen Ortsbesichtigungen durch alle Beteiligten war der allgemeine Tenor jedenfalls, dass ein Abriss nicht nur nicht notwendig, sondern ein deutlicher Verlust für das zukünftige neue Stadtquartier wäre. Wir freuen uns über diese Einsicht und sehen darin ein hoffnungsvolles Signal für die weitere Entwicklung des ehemaligen KHD-Geländes./

Der Kunst-und Gewerbehof wird, wie bisher, geschlossen als Gewerbegebiet ausgewiesen. Gebäude 9 wird, nach Maßgabe eines eigens erstellten Lärmgutachtens, von einem zusätzlichen Gewerberiegel zur Wohnbebauung hin abgeschirmt. Die Gasmotorenfabrik wird in einen Hof aus Wohnen und emissionsfreiem Gewerbe integriert. Die Bebauungsdichte in den nördlichen Wohnbereichen ist gegenüber dem alten Bebauungsplan leicht erhöht (GFZ 1,4 statt GFZ 1,2), so dass die Anzahl der zu bauenden Wohnungen gleich bleibt. Die südliche Zufahrtsstraße wurde geringfügig nach Norden verschoben.

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